Zahl der E-Zapfsäulen steigt

Die Verkaufszahlen der Elektroautos sind überschaubar, der einst hochgelobte Markt will einfach nicht anlaufen. Ein wichtiger Grund für die Skepsis der deutschen Autofahrer ist die geringe Reichweite der Fahrzeuge, mit der man derzeit in Deutschland oft nicht einmal von einer Zapfsäule zur nächsten kommt. Das Tankstellennetz weist zu große Lücken auf. Und was nützt ein Elektroauto ohne Strom?

98841

Die Zahl der Zapfsäulen für Elektroautos steigt langsam aber sicher Foto: © Kurt F. Domnik/pixelio.de

 

Tesla versorgt Deutschland mit Strom

Doch langsam aber sicher tut sich etwas. Der us-amerikanische Fahrzeughersteller Tesla hat kürzlich angekündigt, ein Großprojekt zu starten und Deutschland mit E-Zapfsäulen zu versorgen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Stationen stehen. Erstes Etappenziel ist es, die Autobahn A8 zwischen München und Hamburg vollständig unter Strom zu setzen. Zudem will Tesla mit dem Vorhaben das schwächelnde Geschäft mit den E-Autos ankurbeln. Das Unternehmen hat angekündigt, dass die Fahrer des Model T an den Tesla-Tankstellen ihr Fahrzeug kostenlos betanken können, solange es fährt.

Ballungszentren gut versorgt

Doch auch andere Unternehmen steigen in das Geschäft ein. Bislang stehen in Deutschland knapp 4.400 Zapfsäulen für Elektroautos, teilte der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft mit. Allein im ersten Halbjahr 2013 wurden mehr als 500 Zapfsäulen errichtet. 652 Städte und Gemeinden verfügen bislang über mindestens eine Zapfsäule. In Ballungszentren finden sich natürlich mehr Möglichkeiten, sein Elektroauto zu betanken als auf dem Land. Es geht also bergauf für die Elektromobilität. Derzeit befinden sich knapp 10.000 Elektroautos auf deutschen Straßen. Vielleicht wird der Traum der Bundeskanzlerin, bis 2020 eine Million der Fahrzeuge auf deutschen Straßen zu sehen, doch wahr.

Zahl der E-Zapfsäulen steigt
Bewerten Sie den Artikel