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Zu hohe Nachfrage: Kürzere Werksferien bei Zulieferern

Dass der europäische Fahrzeugmarkt offenbar die Talsohle durchschritten hat, zeigt auch die Ankündigung mehrerer Zulieferer, die üblichen Werksferien über Weihnachten und Neujahr zu verkürzen. Die Unternehmen können derzeit kaum die hohe Nachfrage der Fahrzeughersteller befriedigen.

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Die Zulieferer verkürzen die Werksferien um Weihnachten und Neujahr um die hohe Nachfrage befriedigen zu können

 

Sogar Sonderschichten zwischen den Feiertagen geplant

Die Auftragsbücher der Fahrzeughersteller sind voll, bei den Zulieferern droht jedoch zum Jahreswechsel ein Lieferengpass. Daher haben die Unternehmen angekündigt, die üblichen Werksferien zu verkürzen, um alle Aufträge bearbeiten zu können. So sei unter anderem für das Saarbrücker Werk des Zulieferers ZF Friedrichshagen nur eine kurze Betriebsruhe zwischen den Feiertagen geplant. Im Regensburger Werk von Continental laufen die meisten Fertigungslinien für Fahrzeugelektronik nach dem Weihnachtsfest weiter. Bei einigen Zulieferern wie dem Wälzlagerspezialisten Schaeffler sind zudem Sonderschichten zwischen Weihnachten und Neujahr geplant.

Anzeichen für Erholung auf dem Fahrzeugmarkt

Die Ankündigung der Zuliefererfirmen ist ein weiterer Index für eine Erholung auf dem europäischen Fahrzeugmarkt. In den vergangenen Monaten verkündeten mehrere Fahrzeughersteller eine Verbesserung des Umsatzes. Auch totgeglaubte Autobauer wie Opel meldeten neue Erfolge. Allerdings gibt es auch einige Verlierer der Krise. So befindet sich der französische Fahrzeughersteller Peugeot auch weiterhin in einer Abwärtsspirale. Zuletzt stieß General Motors alle Anteile des Autobauers ab. Die Franzosen suchen nun nach neuen Investoren und denken derzeit über ein Angebot des chinesischen Staatskonzerns Dongfeng nach.

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